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Sophia W. berichtet aus Madrid (Spanien)

Mein Name ist Sophia, ich bin 20 Jahre alt und habe für zwei Monate in einer Gastfamilie, die mir von iSt vermittelt wurde, in Madrid gewohnt. Und diese Erfahrung werde ich niemals vergessen.

Als ich am Flughafen in Madrid ankam, holte mich mein Gastvater mit dem Auto ab. Ich bemerkte sofort, dass er sehr aufmerksam und nett ist, sodass ich mich schnell besser und ruhiger fühlte. Ich war nämlich während des Hinfluges doch sehr nervös gewesen.

Was erwartete mich und wie würde ich mit meiner Gastfamilie klarkommen? Diese Fragen schossen mir durch den Kopf. Doch die gelassene Art meines neuen Gastvaters beruhigte mich sofort. Auch als ich meine Gastmutter kennenlernte, war ich sehr glücklich, denn sie wirkte auf mich sehr hilfsbereit und freundlich. Diese ersten Eindrücke bestätigten sich immer wieder während meines Spanienaufenthaltes. Bei Fragen halfen mir meine Gasteltern immer. Wenn es zum Beispiel um ein Metro-Monats-Ticket, das so genannte Abono, die Busfahrzeiten oder typische spanische Delikatessen als Weihnachtsgeschenk für meine Eltern ging, halfen sie mir stets. Für das letztere ist mein Gastvater sogar extra mit mir zu einem Supermarkt gefahren um mir Verschiedenstes zu zeigen.

Meine Aufgabe in der Familie war es, den vier der fünf Kindern täglich spielerischen Englischunterricht zu geben. Der kleinste der fünf Kinder war noch viel zu jung um Englisch zu lernen, da er noch nicht einmal Spanisch sprach. Aber mit den restlichen Vieren habe ich drei Stunden pro Tag Englisch gesprochen, habe mit ihnen auf Englisch gespielt und ihnen witzige, aber auch manchmal schwierige Aufgaben auf Englisch gestellt. Das war vor allem am Anfang nicht immer einfach, da Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren häufig anderes im Sinn haben, als eine Fremdsprache zu lernen. Da war Kreativität und auch Durchsetzungsvermögen gefragt, aber mit der Zeit hatten wir uns aneinander gewöhnt. Es machte bald sogar richtig Spaß, mir zum Beispiel ihren gewohnten Tagesablauf auf Englisch anzuhören oder mit ihnen auf Englisch „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zu spielen. Schnell konnte ich auch richtige Fortschritte erkennen und als die Kinder dies auch sahen, machte es nur noch mehr Spaß. Einmal, nach dem Unterricht mit dem Kleinsten sagte ich, dass der Unterricht nun vorbei sei und er guckte mich nur an und fragte ganz verdattert, ob das denn wirklich schon Unterricht gewesen sei. Da musste ich lachen, denn er hatte nicht bemerkt, dass wir die ganze Zeit Englisch gesprochen hatten, weil er sich so auf das Spiel konzentriert hatte. Natürlich war der Unterricht nicht immer so einfach und ich muss zugeben, dass er viel Vorbereitung und auch einige Nerven gekostet hat, aber häufig hat er wirklich Spaß gemacht und im Nachhinein bin ich auch froh, dass ich so gefordert wurde.

Da meine Verpflichtungen in der Familie sich nur auf drei Stunden täglich, das Wochenende ausgeschlossen, bezogen, hatte ich natürlich sehr viel Zeit zur Verfügung. Diese Zeit nutzte ich unter anderem um einen Spanischkurs zu besuchen. Ich hatte schon vorher Spanisch auf meiner deutschen Schule gehabt und kam vor allem auch nach Spanien um die Sprache weiter zu lernen. Also besuchte ich vormittags immer eine Sprachschule und lernte für zwei Stunden am Tag Spanisch. Das hat mir sehr geholfen, da ich schon wieder viel vergessen hatte, und ich so auch die Grammatik wieder auffrischen konnte. Außerdem ist der Spanischunterricht in Spanien ganz anders als in Deutschland, weil die Lehrerin eine spanische Muttersprachlerin ist und keine Deutsche, die Spanisch auch erst lernen musste. Das heißt im Endeffekt, es wurde die ganze Zeit nur Spanisch gesprochen, und wenn mal ein Wort fehlte, musste man dies auf Spanisch erklären. Das bringt natürlich sehr viel und hat mir deshalb auch gut gefallen.

Allerdings wollte ich das Gelernte auch anwenden können und ging deshalb zu so genannten Intercambios. Das heißt, man geht zu einer Veranstaltung, auf der Leute aus verschiedenen Ländern zusammen kommen und kann sich austauschen und die Sprache, die man lernt mit Muttersprachlern üben. Außerdem hat man die Möglichkeit neue Leute kennenzulernen. Ich habe dort sogar Spanier kennengelernt, die Deutsch lernen wollten und habe so mit „Conversation Exchanges“ begonnen. Das bedeutet, ich habe mich mit jeweils einem Spanier getroffen, der Deutsch lernen wollte. So konnten wir für eine Zeit Spanisch sprechen und für eine Zeit Deutsch und uns somit gegenseitig helfen. Das hat viel Spaß gemacht, und dadurch habe ich auch neue Freunde gewonnen. Neue Leute konnte ich sowieso sehr schnell kennenlernen. Vor allem haben mir auch die E-Mail-Adressen von anderen Language Assistants und Au-Pairs in der Umgebung geholfen, die ich von iSt zugeschickt bekommen hatte. Dadurch konnte ich viele Leute kennenlernen, die in der gleichen Situation waren wie ich und auch die gleichen Probleme hatten. Wir konnten uns treffen und uns gegenseitig Tipps geben und helfen, außerdem konnten wir miteinander Madrid und Umgebung erkunden. Ich habe sogar durch eine neue Freundin aus England, die auch Language Assistant war, eine ganze Gruppe anderer Language Assistants kennengelernt, da sie mich in eine Gruppe bei Facebook einlud.

Auch in meiner Spanischklasse konnte ich ganz viele Leute aus verschiedenen Ländern kennenlernen. Allein in meiner Klasse gab es schon acht verschiedene Nationalitäten, die aber alle eins gemeinsam hatten: nämlich Spanisch lernen. Das schweißt natürlich zusammen.

Durch so viele Kontakte hat man auch keine Probleme, Leute zu finden, die mit einem etwas unternehmen. Ich habe unheimlich viel von Madrid gesehen, wie zum Beispiel die Puerta de Alcalá, den Palacio, den Retiro Park, die Almudena Kirche, das Prado Museum und vieles mehr. Auch das Nachtleben habe ich erkundet. Die vielen kleinen Bars und Restaurants haben einen tollen Charme und in den Discos ist eine super Stimmung. Ich war zum Beispiel auch im Joy und im Kapital, zwei der bekanntesten Discos in Madrid und ich war sehr beeindruckt von der Größe und den Menschenmassen.

Auch die Umgebung von Madrid habe ich ein wenig kennengelernt. Ich habe Aranjuez, Chinchón, Manzanares, Toledo und Segovia jeweils für einen Tagestrip besucht und mir hat es super gut gefallen. Die vielen Burgen und tollen alten Gebäude können einen richtig verzaubern.

Zusammenfassend kann ich sagen, die Möglichkeit, jeden Abend rauszugehen, fremde Menschen einfach anzusprechen und interessante Charaktere aus den verschiedensten Ländern kennenzulernen, das hat mich einfach fasziniert. Die Menschen, ob Spanier oder andere Language Assistants oder Au Pairs sind so aufgeschlossen und herzlich, dass ich mich schon am ersten Tag einfach Zuhause fühlen musste.

Ich habe in den kurzen zwei Monaten in Spanien so viel erlebt, wie sonst in einem Jahr nicht, habe Menschen kennengelernt, bin in eine fremde Kultur eingetaucht, habe verschiedene Städte besucht und die schönsten Gebäude, die leckersten Gerichte und die nettesten Menschen gesehen, habe eine zweite Familie gewonnen und mich und mein Heimatland Deutschland mit ganz anderen Augen gesehen. Alles in allem, hatte ich eine richtig tolle und aufregende Zeit in Spanien.

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Ich zwischen Don Quijote und Sancho Panza
Ich am Kilometer Null
 
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