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Lysann B. berichtet aus Madrid (Spanien)

Hallo liebe Spanieninteressierte!

Ich war 2 Monate in Spanien und habe in dieser Zeit zwar viel gelernt aber vor allem unheimlich viel Spaß gehabt und sehr viele verschiedene Eindrücke gesammelt. Genau diese Eindrücke hatte ich während meines Aufenthaltes aufgeschrieben. Im Folgenden möchte ich euch ein Beispiel zeigen, was man alles als Language Assistant in Spanien erleben kann.  

Mis primeros días

Angekommen in Spanien ging es so schnell wie möglich nach Hause zum Fußballweltmeisterschaftsspiel Spanien – Deutschland. Sachen ablegen, Hawaiiketten rausholen, eine Spanische für Ivanna, meine Gastmutter, und eine Deutsche für mich. Wir sind dann gleich zu den Nachbarn gegangen, die haben draußen einen großen Fernseher aufgebaut und die Kinder haben hinter uns im Pool gespielt. Für mich ging das Spiel leider nicht so glücklich aus, aber alle haben sich total gefreut, dass Spanien gewonnen hat und vielleicht ist es ja auch besser so. So können wir hier das Finale so richtig feiern! J Schon nach einem Tag hier hat sich mein Spanisch ziemlich verbessert. Ich bin langsam in der Sprache drin, zwar fehlen mir immer noch viel zu viele Vokabeln, aber das versuche ich in meiner freien Zeit irgendwie zu lernen. Aber frei hab ich eigentlich nur früh, wenn ich so tue als würde ich noch schlafen oder abends wenn ich so tue als würde ich schlafen gehen. ;-)  Die Kinder wollen immer immer immer mit mir spielen. Aber sie sind supersüß und sehr lieb. Germán, der Papa, ist suuper lustig und macht eigentlich die ganze Zeit nur Witze. Er spricht auch immer schön deutlich für mich, sodass ich sie sogar verstehen kann :-) Tagsüber gehen wir immer Trampolin hüpfen, im Pool baden, Karten und Wii spielen.  Die Englischstunden klappen super. Germán (ja er heißt so wie der Papa), der 10 jährige, kann sich schon super in Englisch verständigen, aber beibringen kann ich ihm trotzdem noch was. Das ist super!  Ivanna (heißt so wie ihre Mama), die 7 jährige, ist auch schon echt gut in Englisch, also wir 3 können immer super quatschen, sie können besser Englisch als ich Spanisch, das ist sicher und Nacho, 3 Jahre, kann noch nicht mal wirklich Spanisch… J Über das Englischbuch, was ich Ihnen aus Deutschland mitbrachte haben sie sich sehr gefreut, weil ich dabei noch CD's hatte und sie hören, was gesagt wird und dann Lücken ausfüllen konnten.   

Mi segundo noche  

Meine Gastmutter hat gestern umher telefoniert, die Organisation und Nachbarn angerufen, ob ich mich mit Jemandem treffen kann, um mein Spanisch zu verbessern. Voll toll!! Der Nachbar, Nacho wollte mich dann mit in einen Club nehmen, hat er auch gemacht. Alles hat sich dann echt in einen suuuupertollen Abend entwickelt!! Der Club ist nicht typisch für einen Club, wurde mir immer wieder gesagt. Die Musik war eher Flamenco, also typisch Spanisch, aber nicht typisch für einen Club! Nach einer Stunde kam dann plötzlich eine Band, die Flamenco Musik gesungen hat, das war echt toll. Dann wurde mir dann von dem verrückten Freund von Nacho Flamenco beigebracht, sehr lustig. Eine Freundin von Nacho hat sich die ganze Zeit mit mir unterhalten, immer erst spanisch, damit ich besser werde und wenn ich "no entiendo" gesagt habe, dann halt noch mal auf Englisch. Es war alles richtig klasse. Als wir dann halb 2 raus sind, da Nacho den nächsten Tag arbeiten musste und ich auch noch ganz schön fertig war durch die Hitze und das Trampolin springen sind wir dann zu unserem Auto gegangen und tadaaaa waren total eingeparkt. Tjaaaa… Der Club hatte so ein paar professionelle Einparker (wie auch immer der Beruf eigentlich heißt), weil das wohl ein Club vor allem für die Reichen und Schönen ist. Also Fußballer von Real Madrid und irgendwelche Models sollen wohl schon öfter dort gesichtet worden sein.

Also diese Einparker sind dann zu unserem Auto gegangen und haben versucht den Smart, der uns von der einen Seite zugeparkt hat wegzuschieben oder einfach zu verrücken, ich dachte echt, das Ding kippt jeden Augenblick um! Dann kam das nächste Auto, dass sie alle immer hoch und wieder runter gehoben haben, sodass es irgendwann unheimlich angefangen hat zu hüpfen und dabei haben sie es dann verschoben, sodass wir rausfahren konnten. Das war echt sehr lustig und typisch Spanien. Nacho meinte nur "sowas kann auch nur in Spanien passieren" naja und halt in Italien …. und Portugal und vielleicht auch Griechenland… 

Mein erster Madridbesuch

Ich bin heute nach Madrid gefahren (mit Bus 1 1/2 Stunden) und wollte mich mit 3 amerikanischen Mädels treffen, die auch hier als Language Assistant "arbeiten". Im Endeffekt waren sie dann nicht dort... Daraufhin bin ich durch Madrid gelaufen und gelaufen, geguckt und habe ein paar Fotos gemacht. Ich habe mich ein bisschen durchgefragt zu welcher Bushaltestelle ich denn muss und hab mich 23 Uhr in den Bus gesetzt… ohne die Haltestelle, wo ich hin muss zu wissen… Ganz schlechter Fehler! Wenigstens kannte ich unsere Straße aber der Busfahrer kannte die nicht, ist ja kein Taxifahrer. Ich habe mir dann irgendeine Station ausgesucht und habe gesagt, dass ich da, glaube ich, hin muss. Als wir dann aber da waren und der Busfahrer sogar noch weiter gefahren ist, um mich nicht an der Bushaltestelle raus zulassen, sondern direkt an meiner Straße, fiel mir dann auf, dass ich hier nicht richtig war… Und der Busfahrer musste dann drehen (auf der Stelle). Ah das war so peinlich. Ich möchte gar nicht wissen was die Mitfahrer von mir hielten… Jetzt weiß ich auch warum die Busse hier immer zu spät kommen! Die Busfahrer sind einfach zu nett. Er hat mich dann sogar noch zu einem Taxistand gefahren. Zum Glück hatte ich mir wenigstens die Straße richtig gemerkt. Man glaubt es kaum, als ich viertel eins (nachts) nach Hause kam waren ALLE noch wach und haben TV geguckt! Auf der Busfahrt sind wir an einem Spielplatz vorbei gefahren, wo nachts halb 12 noch Kinder gespielt haben und die Mütter saßen auf der Bank daneben. Ich bin immer noch schockiert. War das ein Trip!  

Ganz wichtig: Das Bussystem in Madrid ist ziemlich kompliziert. Wenn ihr etwas außerhalb von Madrid wohnt, dann informiert euch vorher genau. Da ich aus Berlin komme und mich mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut auskenne war ich sehr leichtsinnig und dachte, das wäre nicht so schwer.  

Valencia, Valencia!

Heute war ich mit beim Barbecue, bei der Schwester von Ivanna. Die ganze Familie war da! Alle haben sich super viel Mühe gegeben langsam zu sprechen. Ivanna saß neben mir und hat mir alles, wenn ich was nicht verstanden habe, noch mal erklärt. Mir wurde auch spanisches Essen gezeigt, was super lecker war! Gazpacho! Es war sehr sehr lustig. Die Kinder haben drin Madagascar geguckt. Germán hat die ganze Zeit Lieder gesungen und war richtig gut drauf, er hat sogar eine Ansprache gehalten, dass sie glücklich sind, mich zu haben. Der Papa von Ivanna hat mir von seinem schönen Apartment in Valencia erzählt. Er ist super stolz! Es gibt wohl eine riesige Terrasse mit Sicht auf das Meer. Wenn man aus der Tür geht, steht man direkt am Strand! Da ist nicht mal eine Straße dazwischen – traumhaft.  

Aber jetzt kommt ja der Knaller: Ich fahr mit in den Urlaub in genau dieses Apartment!!! Ivanna und Germán haben mir heute gesagt, dass sie sich freuen würden, wenn ich noch länger bleiben würde und mit nach Valencia komme! Yuhuuuu J 

Spanien ist Weltmeister!!!

Heute war „el gran Final“, ich wurde von Nacho eingeladen bei ihm mit vielen anderen Freunden Mittag zu essen und abends dann das Finale zu gucken! Es hat viel Spaß gemacht, nur leider haben alle unheimlich schnell gesprochen und ich hab nicht ganz so viel verstanden. Wir haben uns alle rot-gelb bemalt und als dann eeeendlich das Tor für Spanien gefallen ist, haben sich alle riieesig gefreut und ich bin in den Pool gesprungen! Spanien ist Weltmeister!!! :)  

Gran Fiesta del Campeones 

Gestern waren Renee, eine Amerikanerin, die als Language Assistant für einen Monat bei der Schwester von Ivanna arbeitet, und ich in Madrid beim „Gran Fiesta del Campeones“. Spanien ist Weltmeister geworden und das musste gestern erst mal ordentlich gefeiert werden und wir waren dabei! Tausende von Leuten in rot-gelb auf den Straßen. Wir haben viele lustige spanische „Lieder“ kennen gelernt, como: „Yo soy Español, Español, Español“. Wir haben viel mitgetanzt und haben Videos gedreht.  

Salsa

Heute war ich mit Ivanna beim Salsa!!! 2x die Woche geht sie zum Salsakurs und hat mich heute einfach mitgenommen und es hat sich gelohnt! Ich habe in so kurzer Zeit unheimlich viel gelernt und mich in der Gegend umher schleudern lassen. Ich brauchte eigentlich nur die Grundschritte zu können und den Rest haben die Partner erledigt. Eigentlich sehr einfach und total lustig. Der kubanische Tanzlehrer hatte auch ganz schön was drauf und war echt lustig. Die Frauen wurden immer umher gereicht und eine musste immer warten, da wir zu wenig Männer waren. Wenn ich an der Reihe war mit dem Tanzlehrer zu tanzen hat er immer „A mis brazos“ gesagt („In meine Arme“). Es war sehr lustig. Nach zwei Stunden Salsa- und Bachata tanzen haben waren wir alle noch was trinken und haben gequatscht. Sehr gut für mein Spanisch! Mit Ivanna kann man wirklich gut weg gehen, es ist immer sehr lustig mit ihr, obwohl sie mehr als 20 Jahre älter ist!  

Madrid al noche, Club de Salsa

Am Freitag habe ich das Salsa-Tanzen, was ich in den 2 Stunden gelernt habe, ausprobiert. Ich wurde 22 Uhr abgeholt und wir sind dann nach Madrid gefahren. Madrid bei Nacht zu sehen war wirklich schön! Es ist eine sehr schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, vielen historischen Plätzen und Gebäuden. Wir sind also durch die Maincity in Madrid gelaufen, ich habe viele Fotos gemacht. Es gab unheimlich viel Menschen, die sich angemalt haben, aussahen wie Statuen und dann auch still standen. Manche haben sich auch einfach nur total lustige Kostüme drüber gezogen und man musste einfach nur lachen! Wir haben dann ein Tinto (ähnlich wie Sangria mit Sprudel) mit viel Eis getrunken, mein absolutes Lieblingsgetränk hier und sind dann um eins in den Club gegangen, früher geht hier kein Club los! An dem Abend ist mir aufgefallen, wie wenig Salsa tanzen ich eigentlich kann. Die Schritte in einem Tanzkurs zu lernen ist eine Sache, aber dann Freestyle zu tanzen und der Mann entscheidet was du machen sollst und welche Drehung und welcher Schritt als nächstes gemacht wird, ist eine andere Sache! Mir hat es viel mehr Spaß gemacht einfach nur da zu stehen und zu beobachten, wie toll die anderen tanzen. Nur leider wurde man, sobald man an der Seite stand und zuguckte, ständig angequatscht. Willst du tanzen, willst du tanzen, willst du tanzen, warum nicht? Ich habe an dem Abend im Endeffekt dann sehr viel getanzt und Spaß gehabt.  

Toledo 

Gestern waren wir, ich und vier amerikanische Mädels, die auch als Language Assistant arbeiten, in Toledo. Eine historische und wundervolle Stadt, die eine halbe Stunde mit dem Zug von Madrid entfernt liegt. Es gibt dort ganz viele kleine Gassen und es ging die ganze Zeit nur bergauf, bergab, bergauf, bergab! Aber da man eigentlich immer nur über die kleinen Häuschen und Gässchen staunen konnte, hat es wenig ausgemacht. Das einzige was etwas anstrengend war, war die Hitze. Da das Städtchen höher liegt als Madrid war es hier noch heißer. Am Tag wurden es hier wohl 50°C. Als wir 20:30Uhr am Bahnhof standen zeigte das Thermometer noch 45° C an. In der Sonne konnte man sich kaum aufhaltend und ich hielt die ganze Zeit meinen Fächer, den ich mir zum Glück einen Tag vorher in Madrid gekauft habe, in der Hand. Was ich nirgends vorher gesehen habe, sind Restaurants mit Ventilatoren, die zwar Wind machen aber gleichzeitig einen kleinen Sprühregen verursachen, den man nur als kalte Luft wahrnimmt.  

Una chica muy maja 

Als wir heute im Pool waren ist Ivanna eingefallen, das sie vor zwei Monaten mal ein Mädchen im Bus getroffen hat, mit dem ich mich treffen könnte. Sie ist Spanierin, 18 Jahre alt und lebt hier in der Nachbarschaft. Sie hat sie angerufen und zack hatte ich eine halbe Stunde später eine Verabredung. Spontaner und offener geht’s nimmer, das liebe ich an den Spaniern! Wir sind dann in der Nachbarschaft rum gelaufen und haben gequatscht und gequatscht, über Gott und die Welt. Ich konnte mich prima in Spanisch verständigen und habe sage und schreibe 98% verstanden!! Sie hat so klar und deutlich gesprochen, dass es mir echt leicht fiel sie zu verstehen. Normalerweise versuchen die Spanier in meiner Anwesenheit etwas langsamer zu reden, das gelingt auch immer so die ersten 3 Minuten und danach wird’s immer schneller und schneller und schneller. Ich wusste gar nicht das Menschen so schnell reden können! Jimena und ich haben uns für Donnerstag verabredet. Sie geht dann mit Freunden in einen Club in Majadahonda, ein Suburb cerca de Madrid.   

Zurück in Madrid 

Nun sind wir aus Gandia braungebrannt wieder in Madrid angekommen und der Alltag geht wieder los. Ich stehe um 10 auf und unterrichte die Kinder bis 13 Uhr und alle anderen sind arbeiten. Und ich habe mir vorgenommen, noch ganz viel von Madrid zu sehen. Stattdessen war ich heute erst mal wieder shoppen. Gandia war sehr schön. Der Sand war sehr fein und wir hatten wirklich einen unglaublichen Ausblick. Man konnte vom 11. Stock nicht nur den Strand sehen, sondern auch nach rechts und links die Promenade und im Hintergrund die Berge. Es gab auch einen großen Pool, 2 Tennisplätze und einen Padelplatz (ähnlich wie Tennis). Am Strand habe ich immer Muscheln gesammelt! J Als meine Eltern mich mit dem Wohnmobil besucht haben, haben wir die Abende oft auf dem Zeltplatz verbracht, Tinto de Verano getrunken, Spiele gespielt und gequatscht. Das waren ein paar sehr schöne Tage, die viel zu schnell vorbei gingen. Als mein Freund mich besuchte (etwa zur gleichen Zeit, wie meine Eltern, nur etwas länger) haben wir die Kinder nicht unterrichtet, sondern nur mit ihnen „in Englisch“ gespielt, vor allem am Pool. Sie hatten so viel Spaß mit ihm! Wir haben viel gelacht, sind viel getaucht und geschwommen und haben Padel und Tennis gespielt.. Zweimal haben wir uns einen Roller ausgeliehen einmal zu viert (meine Eltern, mein Freund und ich) und einmal nur mein Freund und ich. An diesen Tagen haben wir sehr viel von der Umgebung gesehen, waren in den Bergen, wo die Reichen ihre Häuser mit Blick aufs Tal und Meer aufgestellt haben, waren an den schönsten Stränden und Küsten baden und hatten die tollsten Ausblicke. Besonders atemberaubend war die Küste bei Xábia. Ansonsten war der Urlaub in Gandia, der sehr erholsam war, aber einsam angefangen und wunderschön und abenteuerlich geendet hat, wunderbar und ein tolles Erlebnis, welches ich immer in Erinnerung behalten werde. :)  

Ich hoffe ich habe euch mit meinen Tagebucheinträgen ein wenig inspiriert. Ich empfehle euch sehr, solch eine Gelegenheit wahr zunehmen. Man bekommt sie so selten noch einmal. Ich habe diese Chance schon zum zweiten Mal genutzt, ein Jahr in den USA und nun nach dem Abi 2 Monate lang in Spanien. Go for it!

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Gran Fiesta del Campeones
Die 3 Kids in Gandia
Donnerstag 27 Januar 2011 2
Una chica muy maja
Mein Zimmer
Spanien ist Weltmeister
 
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