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Sarah D. berichtet aus London (England)

Meine Zeit in London

Anfang letzten Jahres entschloss ich mich, meinen Wunsch, nach London zu gehen, doch endlich in die Tat umzusetzen.  Ich entschied mich für die Organisation iSt, welche mir vor Reiseantritt auch sehr weiter geholfen hat, da ich viele Fragen hatte.

Ende März kam ich in London an und sollte dort meinen Job als „housekeeper“  im Imperial Hotel antreten.

Ich hatte so ziemlich keine Ahnung was mich erwartete.  Eigentlich hatte ich angenommen  als Zimmermädchen zu arbeiten.  Wie sich jedoch herausstellte, ist der Job „Housekeeper“ noch etwas ganz anderes.

Als Housekeeper musste ich entweder morgens oder abends arbeiten. Ich selbst habe es bevorzugt, am Abend zu arbeiten (dazu später mehr). Der Arbeitsablauf am Morgen sah in etwa so aus: Zwischen 7-8am kam ich ins „office“. Tagsüber arbeiten dort 3-6 Housekeeper (waren wir nur zu 3., konnte es durchaus etwas anstrengender werden). Morgens wurden die zu putzenden Zimmer für die Zimmermädchen aufgeteilt und Schlüssel vergeben. Der Job der Housekeeper besteht dann darin, im Laufe des Tages jedes Zimmer zu kontrollieren (wurde es gründlich geputzt, ist alles im Zimmer funktionstüchtig, gibt es etwas zu reparieren etc.). Dabei hatte jeder Housekeeper im Normalfall  2 „floors“ mit ca. 50 Zimmern zu checken. Dabei konnte es mitunter psychisch auch mal sehr anstrengend werden, wenn sich 5-6 Housekeeper in dem kleinen office über die Arbeitsverteilung stritten.

Deshalb bevorzugte ich persönlich die „evening shift“. Am Abend arbeitet man immer allein im office und ist nur dafür zuständig, Anrufe entgegen zu nehmen und den Gästen gewünschte Dinge (Handtücher, Shampoo; extra Kissen…) zu bringen.

Die Arbeit dort fiel mir durchaus nicht immer leicht, insbesondere am Anfang war es sehr schwer. Housekeeper sind normalerweise sehr starke extrovertierte Persönlichkeiten, da sie sich die meiste Zeit ihrer Arbeit mit den Putz-Gewohnheiten der Zimmermädchen herumschlagen müssen. Da ich so ziemlich das komplette Gegenteil von dem bin, musste ich mich manchmal ganz schön durch kämpfen, wobei ich viel eher meine Probleme mit den Housekeepern, als mit den „Chambermaids“ hatte. Bei den Zimmermädchen war ich bekannt als „the nice housekeeper“, was mich sicher auf längere Zeit  in dem  Job nicht sehr weit gebracht hätte…  Trotz allem habe ich in dem Job sehr viele wichtige Erfahrungen gesammelt und bin um einiges selbstbewusster geworden.

Gelebt habe ich in einer der vom Hotel zur Verfügung gestellten Arbeitsunterkünfte, was den Vorteil hatte, SEHR günstig direkt im Zentrum Londons zu wohnen, was unter anderen Umständen schlichtweg unmöglich ist. Die Verpflegung wurde ebenfalls von dem Hotel gestellt. Mit dem Restgehalt, das ich wöchentlich bekam, konnte ich gut leben und meine Freizeit gestalten.

Die Freizeit in London ist natürlich unglaublich toll! Sightseeing, shopping, nightlife... überall gibt es viel zu viel zu erleben und zu entdecken.  Über den üblichen Sehenswürdigkeiten in London hinaus habe ich auch Tagestouren nach Bath, Brighton, Lacock, Cantersbury und zu Stone Hengde gemacht. Was das shoppen angeht, sprechen die 4 großen Koffer, mit denen ich zurück gekommen bin, Bände. Camdentown habe ich über alles geliebt! Und für das nightlife in London haben die 9 Monate dort noch lange nicht gereicht.  Ich bin in einigen Pubs und Clubs gewesen und habe meine Liste trotzdem nicht geschafft abzuarbeiten.  Allerdings kann das auch daran gelegen haben, dass meine Freunde und ich kaum jemals aus unserem Lieblings „Stamm-pub“ herausgekommen sind. ; )

Alles in Allem war es eine großartige Zeit mit vielen neuen und wichtigen Erfahrungen und Freunden. Ich bin jetzt seit einem Monat wieder hier und vermisse es schon so sehr, dass mein Flugticket für einen Kurzurlaub zurück in London für nächsten Monat schon gebucht ist!  

Sarah

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Mit meinen Freunden im Pub
Vor dem Hotel
Vor der tower bridge
 
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